Meine Meinung

von Hp Wilfried Pieper

Veröffentlicht im "Natur-Heilkunde Journal" Nr. 12/2009

Liebe Mitglieder,
wenn ich heute diese Zeilen schreibe, sind es nur noch wenige Tage bis zum Advent. Aber wenn Sie die Zeitung lesen, ist die Adventszeit fast vorüber und Weihnachten und Sylvester stehen vor der Tür. Ich hoffe für Sie, dass Sie zwischenzeitlich eine besinnliche Vorweihnachtszeit hatten. Jedoch mit der nötigen Betriebsamkeit in der Praxis.
Um Ihnen die gute Stimmung nicht zu verderben, will ich Sie heute mit den vielen Mißständen, die es in und um unseren Berufsstand immer noch gibt, nicht behelligen. Wir tragen sie aber mit uns ins neue Jahr und müssen uns ihnen dann erneut stellen. Auf gar keinen Fall dürfen wir sie weiterhin unter Tisch kehren. Nachdem wir eine neue Regierung bekommen haben mit einem Arzt als Gesundheitsminister, sollten wir im neuen Jahr auch versuchen, auf die Gesundheitspolitik Einfluss zu nehmen. Wir müssen also unsere Funktionäre antreiben, Kontakte zur Politik zu knüpfen. Wie ich immer schon geschrieben habe, ist jeder von uns gefordert sich einzubringen. Kennen Sie einen Abgeordneten, dann sprechen Sie ihn an!
Genauso wichtig wie die Einigkeit im Berufsstand ist mir die Wirtschaftlichkeit unserer Praxen. Ganz gleich, wie Sie zum Ziel kommen, ob mit Zertifizierung, guter Angebotspalette oder Spezialisierung, wichtig ist nur, dass Sie schwarze Zahlen schreiben. Nur dann ist die Zukunft sicher.
Meine Umfrage im Verband ergab, dass das leider nicht überall der Fall war. Es waren auch einige Insolvenzen zu beklagen. Insgesamt aber wurde ein durchschnittliches Jahr berichtet. Vorjahrsumsätze konnten erreicht, manchmal übertroffen werden. Nun ist jedoch davon auszugehen, dass das neue Jahr wirtschaftlich noch nicht besser wird. Denn die Wirtschaftskrise ist noch nicht bewältigt. Weitere Insolvenzen in Industrie, Handwerk und Handel kommen erst noch auf uns zu und bringen als Folge höhere Arbeitslosigkeit. Dementsprechend fehlt dann Geld für den Konsum. Leider auch für uns, weil die Menschen für Gesundheit ungern selbst bezahlen. Also müssen wir damit rechnen, dass wir nur mit gutem Konzept und Spitzenleistungen weiterhin erfolgreich sein können. Über den Erfolg meiner Praxis kann ich keine Aussage machen. Es hatte zwar im Frühjahr gut begonnen, doch dann kamen 21 Wochen Ausfall wegen schwerer Erkrankung. Jetzt danach stehe ich praktisch vor einem Neuanfang. Es läuft langsam wieder an. Stammpatienten kehren peu à peu zurück. Aber meine Tätigkeit als 1. Vors. der Berufshilfe habe ich in vollem Umfang wieder aufgenommen. Sie können mich wieder jederzeit telefonisch unter der o.g. Nummer erreichen, sofern Sie Fragen zu Praxisproblemen, Leistungsdifferenzen mit der PKV oder zur Berufspolitik haben.
Ich stehe Ihnen immer gern zur Verfügung.
Für heute aber wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen (feucht-) fröhlichen Rutsch ins Neue Jahr.